Rezeptur, unser Handwerk
Die individuelle Herstellung von Rezepturen ist ein wesentlicher Bestandteil des pharmazeutischen Handwerks.
In unserem Filialverbund fertigen wir individuelle, für jeden Patienten persönlich angepasste Arzneimittel – sorgfältig, fachkundig und mit höchster Verantwortung.
Jede Rezeptur wird nicht industriell , sondern direkt in der Apotheke hergestellt. Dabei kommen sowohl fundierte pharmazeutische Kenntnisse als auch handwerkliches Können zum Einsatz.
Wirkstoffe werden exakt abgewogen, sorgfältig verarbeitet und zu Salben, Kapseln, Lösungen oder anderen Darreichungsformen individuell zusammengestellt.
Als pharmazeutisches Handwerk steht die Rezepturherstellung für Qualität und Vertrauen. Jede Zubereitung ist ein Unikat, hergestellt nach ärztlicher Verordnung, geprüft nach gesetzlichen Vorgaben und angepasst an den einzelnen Menschen.
Bei Interesse kontaktieren Sie die Carl-Thiem-Apotheke:
Individuelle Rezepturen aus der Apotheke
Arzneimittel nach Maß, wenn Standardpräparate nicht passen
Warum Rezepturen überhaupt gebraucht werden
So groß das Angebot an Fertigarzneimitteln ist, es gibt Situationen, in denen kein industriell hergestelltes Produkt wirklich passt. Häufig sind es Dosierung oder Darreichungsform, die für Kinder oder bestimmte Patientengruppen ungeeignet sind, zum Beispiel wenn Tabletten nicht geschluckt werden können oder Säfte wegen Geschmack oder Inhaltsstoffen nicht infrage kommen. Auch Unverträglichkeiten gegen Hilfsstoffe oder ein sehr spezieller Therapiebedarf können eine individuelle Lösung nötig machen.
Unsere Rezepturen schließen genau diese Lücke: Sie werden auf ärztliche Verschreibung oder auch auf Wunsch des Patienten als Einzelanfertigung hergestellt und auf den konkreten Bedarf abgestimmt.
Wann eine Rezeptur besonders sinnvoll ist
Typische Gründe, warum Ärztinnen und Ärzte Rezepturen verordnen oder Patientinnen und Patienten danach fragen, sind:
- Individuelle Dosierungen, wenn Standardstärken nicht passen
- Alternative Darreichungsformen, zum Beispiel Salbe statt Tablette oder Lösung statt Kapsel
- Allergien oder Unverträglichkeiten, wenn bestimmte Hilfsstoffe vermieden werden müssen
- Sehr spezielle Therapiekonzepte, wenn eine Kombination oder Zusammensetzung gebraucht wird, die es so nicht als Fertigarzneimittel gibt
Welche Formen wir herstellen können
Rezepturen entstehen direkt in unserer Apotheke, zum Beispiel als Salben, Cremes, Gele, Lösungen, Suspensionen, Kapseln, Pulver oder andere individuelle Darreichungsformen. Welche Form sinnvoll ist, hängt von der Verordnung und Ihrem Bedarf ab, zum Beispiel Hautanwendung, Einnahme, Dosierbarkeit oder Verträglichkeit.
So entsteht Ihre Rezeptur
Bevor wir starten, wird die Verordnung nicht einfach „nachgekocht“. Ein zentraler Schritt ist die Plausibilitätsprüfung durch eine Apothekerin oder einen Apotheker. Dabei wird geprüft, ob die Rezeptur im Einzelfall sinnvoll und sicher herstellbar ist, zum Beispiel im Hinblick auf Dosierung, Anwendung, Kompatibilität der Ausgangsstoffe, Stabilität, Haltbarkeit und geeignete Verpackung.
Danach folgt die Herstellung nach schriftlich festgelegtem Vorgehen: Arbeitsplatz vorbereiten, Wirkstoffe exakt abwiegen, verarbeiten, in das Abgabebehältnis füllen, kennzeichnen, freigeben und dokumentieren. Die Bundesapothekerkammer beschreibt diesen Ablauf als standardisierten Prozess mit Plausibilitätsprüfung, Herstellungsanweisung, Herstellung, Inprozesskontrollen, Kennzeichnung und Dokumentation.
Aus unserer Praxis: So stellen wir individuelle Rezepturen her
Qualität, Sicherheit und Ihre Mitwirkung
Wie wir Ihre Rezeptur herstellen & was Sie beitragen können
Qualität und Sicherheit: Was hinter dem Handwerk steckt
Rezepturen sind Handarbeit, aber keine „Bastelei“. Es gelten klare Qualitätsanforderungen: Die Regeln für Herstellung und Prüfung werden wesentlich durch das Arzneibuch sowie DAC/NRF geprägt.
Wichtige Punkte dabei:
- Identitätsprüfung der Ausgangsstoffe vor der Verarbeitung im Apothekenlabor
- Technologische Machbarkeit und Plausibilität vor der Herstellung
- Hygienemanagement im Labor und sorgfältige Dokumentation
- Wissensmanagement über DAC/NRF, das Rezepturformeln, Hinweise und Arbeitshilfen bereitstellt
Was Sie als Patient/in beitragen können
Damit Ihre Rezeptur optimal zu Ihnen passt, helfen uns ein paar Informationen besonders:
- Allergien, Unverträglichkeiten, Schwangerschaft, Stillzeit, Alter des Kindes
- aktuelle Medikamente, auch rezeptfreie Mittel
- praktische Hinweise: Was klappt im Alltag gut, was eher nicht (Schlucken, Dosieren, Auftragen)
Bei der Abgabe erklären wir Ihnen die Anwendung, sinnvolle Aufbewahrung und woran Sie erkennen, ob sich Aussehen oder Konsistenz verändert haben. Und weil Rezepturen individuell sind: Wenn Sie Fragen haben oder etwas ungewöhnlich wirkt, melden Sie sich bitte direkt bei uns.